Wickeltasche mit Unterlage

Inspiriert von der Windeltasche von DIY Eule, aber nach eigenen Vorstellungen erweitert, habe ich diese Wickeltasche mit integrierter Unterlage genäht.

Wickeltasche mit Unterlage

Sie besteht auf beiden Seiten aus wasserabweisendem Stoff — innen, weil … naja, ist klar, oder? — außen, damit man sie auch mal auf dem Gras ausbreiten kann.
Innen habe ich dabei die Staaars von Farbenmix benutzt, die ich total toll finde und die sich auch sehr angenehm (mit dem normalen Nähfuß) vernähen lassen. In meiner ursprünglichen Planung sollte der bunte Stoff nach innen und für außen wollte ich laminierten Baumwollstoff benutzen. Die Staaars hatte ich für ein anderes Projekt vorgesehen. Aber da ich fand, dass die Staars sich so viel besser anfühlen (und das ist ja schon ein Kriterium für etwas, worauf ich mein Kind lege), habe ich noch mal nachbestellt, um genug für beide Projekte zu haben. Die schönen bunten Punkte sind daraufhin nach außen gewandert. Allein schon wegen der besseren Vernähbarkeit der Staaars bin ich froh, mich so entschieden zu haben.

Wickeltasche mit Unterlage

Es gibt eine Tasche für Feuchttücher, darüber ein Fach für Windeln mit einem kleinen Fach für Müllbeutel. Oben links — und damit erreichbar, ohne die ganze Tasche auszuklappen — ist ein Fach für Desinfektionstücher, daneben eine Reißverschlusstasche für Cremes und alles, was man sonst so braucht.

Innen ist alles mit Regenbogen-Schrägband eingefasst; am äußeren Rand habe ich schwarzes Schrägband benutzt.

Wickeltasche mit Unterlage

Gerade ist sie mit uns in Frankreich und leistet als mobiler Wickeltisch sehr gute Dienste.

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Apfel-Patchwork-Tasche

Hier ist meine zweite Patchwork-Tasche — nach meiner Airmail-Tasche, die ich letzte Woche gezeigt hatte.

Apfel-Patchwork-Tasche

Dieses mal mit meinen Lieblingsäpfeln in lila und lila Paspel, kombiniert mit ein paar Moda “Bella Solids” von Makini, weißem Nappaleder und lila Innenstoff. Die Paspel ist aus dem Innenstoff selbst gemacht.

In der Paspel habe ich Kordeln von meinem Adventskalender vom örtlichen Stoffladen benutzt. Leider war der Kalender ziemlich enttäuschend und diese Kordel, mit der die einzelnen Beutel verschlossen waren, gehörte zu den besseren Teilen… In den Beuteln drinnen waren wohl größtenteils Ladenhüter… Ich hatte bei der Personalisierung angegeben, dass ich für einen kleinen Jungen nähen will, und habe dann Spitzenborte und Spitzenreißverschlüsse bekommen. Stoff gab’s auch, aber immer nur 30cm am Stück (und von einem Stoff habe ich sogar zweimal 30cm bekommen); dabei hätte man, wenn man viele Adventskalender befüllt, ja auch 60cm reintun können und dafür nur die halbe Breite. Außerdem gab’s ganz furchtbare Knöpfe mit Weihnachtsmann drauf und andere in Form von Totenköpfen. Ein paar brauchbare Dinge waren schon auch dabei, aber es waren weder etwas richtig Schönes, noch irgendein “Cool, das kannte ich noch gar nicht”-Moment dabei.
Naja, eigentlich hätte ich mir das denken können, mein Geschmack scheint ziemlich ungewöhnlich zu sein. (Zitat von einem guten Freund zum Problem, Hosen zu finden, die mir gefallen: “Schau dir die anderen Leute an. Und wenn die alle anders aussehen, als du aussehen willst, dann solltest du vielleicht mal deinen Geschmack überdenken.”)

Aber zurück zur Tasche:

Apfel-Patchwork-Tasche

Der Boden ist dieses mal aus Nappaleder. Es war das erste Mal, dass ich Leder vernäht habe. Meine Maschine hat das mit Teflonfuß und Universalnadel ganz gut hinbekommen. Das Leder stammt aus einem Päckchen Leder-Reststücke, das ich über Amazon bestellt hatte; und ich habe auch noch schöne Stücke übrig. Von dieser Lieferung war ich wirklich begeistert: Ich habe Farbwünsche geschickt — weiß, schwarz, braun und petrol (bis auf diese Tasche alle ohne konkreten Plan) — und sie wurden alle erfüllt.

Apfel-Patchwork-Tasche Apfel-Patchwork-Tasche

Geschlossen wird die Tasche mit einem Magnetverschluss. Innendrin gibt es noch eine kleine Innentasche mit Reißverschluss, aus der noch einmal der Apfelstoff hervorschaut.

Apfel-Patchwork-Tasche Apfel-Patchwork-Tasche

Das Gurtband ist dieses mal aus Baumwolle und mir erst am Freitag spontan und ungeplant beim Auschecken eines neuen Stoffgeschäfts über den Weg gelaufen.

Apfel-Patchwork-Tasche

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Airmail-Patchwork-Tasche

Hier ist mein März-Beitrag zum Taschen-Sew-Along. Thema: “Patch it!”

Ich besitze ja ziemlich wenige Taschen. Zwar habe ich einige Rucksäcke und mehrere Laptop-/Messenger-Bags, aber so eine richtige Handtasche hatte ich bislang gar nicht. (Okay, eine, für die Hochzeit…) Diese hier benutze ich jetzt sogar regelmäßig.

Leider ist die Reißverschlussöffnung gerade ein bisschen zu klein, um ein iPad quer reinzubekommen (hochkant geht aber). Das würde ich nächstes mal noch berücksichtigen.

Ich habe ein Charm-Pack von Makini mit dem Namen Airmail verwendet und es mit blauem Kunstleder kombiniert. Außerdem ein grauer Baumwollstoff als Innenstoff und dunkelblaues Gurtband. Das Handmade-Label aus Metall ist von Snaply und wirkt ziemlich edel, finde ich :-).
Das Schnittmuster ist selbst gemacht.

Und weil mir die Tasche so gut gefällt, ist auch schon die nächste nach diesem Schnitt in Planung. 😅

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Taschen Sew-Along: Februar — Bucket Bag

Ich hab schon so viel über Sew-Alongs gelesen. Jetzt bin ich zum ersten mal auch dabei. Yeah! 🙂 Beim Taschen-Sew-Along von greenfietsen und 4Freizeiten.

Taschen-Sew-Along

Jeden Monat gibt es ein anderes Thema, zu dem man dann eine passende Tasche näht.
Ich bin zwar eine eher ungewöhnliche Frau, was die Anzahl meiner Taschen angeht. Davon habe ich nämlich ziemlich wenige. Aber Taschen selbst nähen macht so viel Spaß. Wahrscheinlich ändert sich das also in nächster Zeit. 🙂

Zum Januar-Thema Stoffbeutel habe ich zwar auch passende Pläne auf der To-Sew-Liste, aber das hat zeitlich nicht geklappt, da ich schon direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen hatte, zu arbeiten, und im Januar ein Projekt abschließen musste.

Bucket Bag

Im Februar ist das Thema Ordnungshelfer für DIY-Zubehör. Da passt meine Bucket Bag aus SnapPap, die ich für mein Häkelzubehör genäht habe, genau rein.

Bucket Bag

Ich kann ja nicht häkeln, aber ich wollte es mal ausprobieren; deshalb hält sich meine Sammlung an Wolle und Zubehör auch sehr in Grenzen und passt gut in die kleine Tasche.

Bucket Bag

Innendrin hat sie Fächer für Häkelnadeln (also für die eine Nadel, die ich besitze).

Bucket Bag

Eine März-Tasche ist auch schon geplant. 🙂

Verlinkt: Taschen-Sew-Along von greenfietsen und 4Freizeiten, RUMS, Taschen und Täschchen

Mein Einstieg in die Nähwelt — Windeletui und Feuchttuchtasche

Nähen ist ja das Standard-Hobby Schwangerer… Im Geburtsvorbereitungskurs haben alle anderen Schwangeren genäht; wenn ich mich im Internet umgucke, habe ich außerdem das Gefühl, dass fast alle, die nähen, in der Schwangerschaft damit begonnen haben (und damit insbesondere weiblich sind).

Davor hatte ich damit gar nichts zu tun und ich hätte es mir ja nicht so recht vorstellen können, aber zwei Wochen vor dem errechneten Termin hab ich plötzlich entschieden, mir eine Nähmaschine zu bestellen, obwohl ich vorher noch nie eine bedient hatte. Weiß auch nicht so ganz genau, wie das kam… Es war definitiv kein Gruppenzwang oder so, sondern eher die Tatsache, dass ich beim Suchen nach Babysachen immer wieder über Nähanleitungen gestolpert bin, und da ich ja schon immer ein Fan vom Selbermachen, Malen, Basteln, Kreativsein bin, lag dieser Schritt plötzlich sehr nahe. Seitdem bin ich sehr begeistert von den neuen kreativen Möglichkeiten, die das bietet.

Wenn man dann im Internet nach Inspiration sucht, Nähblogs und DIY-Anleitungen liest, ist es ein bisschen, als würde man in eine neue Welt eintauchen, in der überall Kinderkleidung und Stilloberteile ganz selbstverständlich sind — Dinge, die ich vorher nie wahrgenommen habe.

Unter den ersten Dingen, die an meiner neuen Nähmschine entstanden sind, waren ein Windeletui und eine passende Feuchttuchtasche für unterwegs. Rückblickend würde ich sagen, dass die Auslöser fürs plötzliche Nähen-Lernen-Wollen waren, dass ich mich einerseits in den tollen Dino-Stoff verliebt hatte und andererseits jemand aus meinem Geburtsvorbereitungskurs ein Bild von einem selbst genähten Windeletui rumgeschickt hatte und ich jetzt unbedingt ein Windeletui aus genau diesem Stoff wollte.

Windeletui und Feuchttuchtasche mit Dinos

Nach ein paar kurzen Übungen mit eigens dafür bei eBay bestellten Stoffresten, habe ich mich also direkt an die Arbeit am Windeletui gemacht. Die Grundform ist inspiriert von einem Schnitt, für den es in den Weiten des Internet so einige Beschreibungen gibt und kommt mit zwei geraden Nähten aus. (Hier ist sie gut erklärt vom Haus mit dem Rosensofa.) Ich habe nur noch ein paar weitere Fächer für Müllbeutel, Creme, Desinfektionstücher etc. dazu gebastelt.

Windeleuti offen

Für die Feuchttuchtasche habe ich die als Taschentüchertasche (oder “Tatüta”) bekannte Form an die Dimensionen der kleinen Feuchttuchpackungen angepasst. Den Innenstoff habe ich dabei gewachst, um ihn feuchtigkeitsabweisend zu machen.

Beides kann an den Griff des Kinderwagens gehängt werden. So hat man zum Beispiel immer einen feuchten Waschlappen greifbar.

am Kinderwagen

Passend dazu sind danach noch eine Schnullerkette mit passendem Pyramidentäschchen und ein kleiner Beutel entstanden, die ebenfalls am Wagen hängen.

Schnullerkette, Schnullertasche und Keksbeutel

Den Beutel habe ich mir nach einem Großeinkauf beim Bärentreff gewüscht: Gummibärchen oder Kekse (für mich natürlich) sind so immer mit einer Hand erreichbar, während die andere Hand den Wagen schiebt. Er ist innen mit beschichteter Baumwolle gefüttert und kann damit auch ausgewischt werden.

Beutel mit Dinos

Jetzt haben wir also immer ein ganzes Dino-Set dabei.

Dino-Set

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